Über vitabu vingi:
Nach über zehn Jahren nehme ich meinen Blog vom Netz.
Zum 01.01.2026 verabschiedet sich vitabu vingi aus dem Internet.
Ich danke für das Interesse der Lesenden und das Vertrauen der Verlage und PR-Agenturen, die mir Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt haben.
Meine Weltreise durch die Literatur wird in anderer Form weitergehen.
Kwa Heri
Eric Giebel
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Die beiden Wörter vitabu vingi kommen aus Ostafrika, wo Swahili gesprochen wird und bedeuten schlicht und einfach: viele Bücher.
Der Sprachwissenschaftler Prof. Frank Seifart klärt mich auf:
„Übrigens, das Wort vitabu ‚Bücher‘, das Teil des Namens Ihres Blogs ist, fasziniert Linguisten besonders, weil es eine ganz besondere Art der Sprachmischung darstellt. Es ist ja aus kitabu ‚Buch‘ gebildet, was als Lehnwort aus dem Arabischen in vielen Sprachen in der islamischen Welt gebräuchlich ist. Im Swahili ist ki- aber ein sogenannter Klassenmarker, der u.a. die Einzahl angibt, und der mit dem Klassenmarker vi- ausgetauscht wird, um die Mehrzahl anzuzeigen. So wird im Swahili, ganz regulär, Kikapu ‚Korb‘ zu Vikapu ‚Körbe‘, aber eben auch ein Kitabu zu mehreren Vitabu.“
Was zunächst als eine Art Spielwiese in Sachen wordpress-Anwendung gedacht war, hat sich seit den ersten Schritten im Dezember 2014 gut entwickelt und mich bestärkt, meine Meinung in Sachen Literatur zu veröffentlichen.
Mittlerweile ist mein Literatur-Blog zehn Jahre alt geworden – unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, abseits der Likes und Klicks. Es ist schön und notwendig, dieses Refugium zu haben, in dem auch für Bücher abseits des Mainstreams ausreichend Platz vorhanden ist.
Ich wähle ganz bewusst eine Mischung aus Neuerscheinungen und älteren Büchern. Ich will mich nicht mit der Logik des Buchmarktes abfinden, die dazu führt, dass manche Bücher bereits nach zwei Jahren Bücher nur noch antiquarisch zu erwerben sind. Diese Kurzsichtigkeit kann Literatur nicht mehr wertschätzen.
Wo nur noch die Gegenwart (der gerade veröffentlichen Bücher) zählt, braucht es Räume, die das in die Geschichte Eingegangene oder das von der Geschichte Vergessene als Gegengewicht zur schnelllebigen Tagesaktualität in Erinnerung rufen.
Viel Spass beim Stöbern in meinem virtuellen Buchregal.
Der Nachweis meiner Tätigkeit als Schriftsteller, Übersetzer und Librettist findet sich unter Veröffentlichungen.
Unter Vera Röhm stelle ich meine Recherche für die Künstlerin vor, die mir die Vielfalt der menschlichen Sprachen immer wieder aufs Neue verdeutlicht.
Über mich:

Eric Giebel, * 1965 in Pirmasens (Rheinland-Pfalz), Berufsausbildung zum Schreiner, Studium der Architektur, lebt in Darmstadt.
Seit Herbst 2023 Berufsausbildung zum Erzieher
(PivA, Pädagogische Akademie Elisabethenstift Darmstadt).
