Theo Harych: „Im Geiseltal“

Im Wartesaal vierter Klasse

Gerade mit dem Personenzug aus Schlesien angekommen, atmet Theo, der junge Ich-Erzähler des Romans Im Geiseltal von Theo Harych, erleichtert auf.

Merseburg! Viele Jahre hatte ich von dieser Stadt geträumt, sehnsüchtig auf den Tag gewartet, der mir die Freiheit bringen, mich aus den Klauen meiner Peiniger befreien sollte. Hier in der Nähe lag das Geiseltal mit den vielen Kohlengruben und Fabriken – das Land meiner Träume, wo ich Brot und Arbeit zu finden hoffte und ein neues, schöneres Leben beginnen wollte.

Theo ist fünfzehn Jahre alt. Wer verstehen möchte, wieso die Industriearbeit ihm eine solche Verheißung ist, möge sich in Harychs Roman Hinter den schwarzen Wäldern vertiefen, der Theos Vorgeschichte als Bursche im waldigen Gebiet an der Grenze Niederschlesiens zur Woiwodschaft Großpolen erzählt. Theo malocht für Bauern und erhält Prügel und ein ab und an ein Stück Brot: fürs Leben zu wenig, fürs Sterben zu viel.

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Artur Becker: „Drang nach Osten“

Tändelei und Allusion

Artur Becker, polnisch-deutscher Schriftsteller, ist identisch mit Artur Bekier, einem Siebzehnjährigen, der 1985 in die Bundesrepublik Deutschland einreiste. In Beckers neuem Roman Drang nach Osten spielt die Figur Arthur Bekier die Hauptrolle.

Gleich nach seiner Ankunft in der BRD änderte er seinen Vornamen – er übermalte ihn, indem er ihm das deutsche H hinzufügte. Als Spätaussiedler
durfte man sich in dem Durchgangslager Friedland neu erfinden, obwohl
Arthur sich weder deutsch noch ostpreußisch fühlte […]

Dabei verschiebt das in den Vornamen eingefügte kleine h die Symmetrieachse. Das gibt dem Autor die Freiheit, keine Rechenschaft darüber ablegen zu müssen, inwieweit jegliche Details des Romans seinem Leben und dem seiner Vorfahren entsprechen, inwieweit die Absicht der Figur Arthur, ein Buch über die Generationen vor ihm zu schreiben, sich mit der Intention des Autors deckt.

Trotzdem ist diese Verschiebung bedauerlich, denn die genannte Achse verliefe sonst durch das kleine t, das zumindest in meiner Handschrift an ein Kreuz gemahnt und uns zum Kern des Romans führt: jener Szene, in der ein Stalinist sein Opfer an Seilen befestigen und in die Luft heben lässt, es kreuzigt.

Die Männer befestigten die Seile an den etwa auf Augenhöhe angebrachten
Wandhaken, dann banden sie mit ihnen seine beiden Hände fest und zogen an den Seilen, bis seine Arme auf beiden Seiten waagerecht ausgestreckt waren und Ryszard wie ein Kreuz dastand.

[Eine Variante findet beispielsweise in Eritrea immer noch Anwendung. Die Foltermethode trägt den eingängigen Namen Jesus Christ: „As the name suggests, the victim is crucified by being tied with a rope to a tree or a cross and then left to hang, and sometimes beaten while hung.“ Quelle: Human Rights Watch. Eritrea. Service for Life. State Repression and Indefinite Conscription in Eritrea, 2009]

Links dieser Achse das Ar, das für den deutschen (arischen?) Teil von Bekiers Vorfahren stehen könnte, rechts das ur, das die polnische Seite repräsentiert, und in der Abkürzung ur. für urodzony, urodzona dem deutschen Wort geboren (beispielsweise am 07.05.1968) entspricht.

Wird solcherlei Spielerei dem Roman gerecht?

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Sigurður Pálsson: „Gedichte erinnern eine Stimme“

Skuggamynd – Schattenriss

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich im Auftrag der Künstlerin Vera Röhm mit der Übersetzung eines Satzes in möglichst viele Sprachen der Welt. Genauer gesagt, da ich keine polyglotte Veranlagung besitze, besteht meine Aufgabe im Aufspüren von Linguistinnen und Linguisten und native speakers, die mit ihrer Expertise die Fortschreibung dieser Werkgruppe unterstützen.

Schatten spielt in diesem Satz eine zentrale Rolle. Und Schatten spielt in der ersten dem deutschsprachigen Publikum zur Verfügung gestellten Einzelveröffentlichung des isländischen Lyrikers Sigurður Pálsson (1948-2017) eine ebensolche.

Die beiden Übersetzer Jón Thor Gíslason und Wolfgang Schiffer haben gemeinsam mit dem Verleger Dincer Gücyeter und dem Gestalter Ümit Kuzoluk einen sehr schönen zweisprachig isländisch-deutschen Band vorgelegt.

Es ist die dritte Zusammenarbeit von Gíslason und Schiffer für den Elif Verlag, nach Ragnar Helgi Ólafsons Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können und Linda Vilhjálmsdóttirs Freiheit. Hier ist eine Reihe entstanden, der zu wünschen ist, dass der eingeschlagene Wechsel zwischen Autoren und Autorinnen beibehalten wird.

Durch den Schatten verlaufen auf der Bedeutungsebene mehrere Risse, die sich in Sprache auszudrücken vermögen. Hier eine Unterscheidung zwischen dem Schatten als dunkle(re)n Ort, dort als kühle(re)n Ort. Hier der Schatten unbewegter Dinge, dort der Schatten des Menschen, mit einer weitreichenden Bedeutung als Seele, als Geist (Verstorbener), nicht nur in den indigenen Kulturen, deren Sprachen im Internationalen Jahr der indigenen Sprachen 2019 in den Fokus gerückt werden sollten.

Isländisch kommt den allermeisten Kontinentaleuropäern ja schon fremd, weit entfernt, exotisch vor. Pálsson, der in Frankreich studiert und gearbeitet hatte, bevor er nach Island zurückkehrte, sieht es so:

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Amiran Swimonischwili: „Gedichte“

Emailbläue

Der georgische Lyriker, Übersetzer und Filmautor Amiran (Pako) Swimonischwili starb 2014 im Alter von vierzig Jahren.

2018, dem Jahr, als Georgien Guest of Honour der Frankfurter Buchmesse war, erschien eine umfangreiche Sammlung von Gedichten in einem zweisprachig gestalteten Band, für den der Schweizer Thomas Häusermann für die Übersetzungen, die akribisch verzeichneten Anmerkungen und das Nachwort verantwortlich zeichnet. Er schreibt:

Die kommentierte Übersetzung möchte interessierten Lesern helfen, die Distanz zwischen Georgien und dem deutschsprachigen Raum, zwischen dem in einigermaßen geordneten Bahnen dahinlebenden Europa und dem von der aktuellen Geschichte gebeutelten Kaukasus wenn nicht überwindbar, so doch erkennbar zu machen. Ich hoffe, die langjährige Freundschaft mit Pako, dessen Gedichte ich anfangs aus reiner Neugier zu übersetzen versuchte, wird mir diese Aufgabe erleichtern.

Was hier aus dem Antrieb der Entdeckerlust geschaffen wurde, darf man schlicht als Glücksfall ansehen. Mit Häusermann, der Germanistik, Slawistik und Klavier studierte, nimmt sich einer Swimonischwilis Gedichte an, dessen Musikalität, dessen geschultes Gehör, dessen Rhythmussicherheit und dessen Freundschaft zum Autor und seiner Familie ihm Inspiration und Anleitung gibt, wie die deutschen Versionen aussehen, wie sie sich anhören können.

Der Konsonantenreichtum der georgischen Sprache erlaubt ein virtuoses Spiel mit Assonanzen und unreimen Reimen, das Pako gerne und nicht nur am Versende nutzt.
Eine Übersetzung kann diese Kunstfertigkeit nicht wiedergeben. […] Stattdessen bemüht sie sich – gewissermassen als Hinweis auf die Wahrung der klassischen Formen im Original – eine gleichmässige Metrik einzuhalten.

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Dirk Uwe Hansen: „sonne geschlossener wimpern mond“

Beweisführung

Schon bei der ersten Durchsicht der Gedichte in sonne geschlossener wimpern mond von Dirk Uwe Hansen konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier eine Kette von Beweisführungen geknüpft und vorgeführt wird. Das Wort ist im Sinne von ist gleich oder = nimmt auf der logischen und sprachlichen Ebene eine überragende Stellung ein.

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ist qual keine suche
ist flucht ist fluch ist
der anfang der feind
jeder unendlichkeit

Wofür hier Beweise gesammelt werden, erschließt sich mir zunächst nicht. Aber, so viel ist deutlich, die Texte dieses in die drei Kapitel kosmogonie, naturalienkabinett und grammatologie aufgeteilten Bandes kommen ohne Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens (= Philosophie) nicht aus. Einen Schnellkurs in antiker Philosophie zu belegen, ohne sichere Aussicht auf das Bestehen der Abschlussprüfung, birgt Risiken. Aber: der Autor und Altphilologe Hansen fordert ein, sich für diese Lektüre in eine Vorlesung über die Schulen der Vorsokratiker einzuschreiben.

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Khalaf Ali Alkhalaf: „Tagebücher eines Krieges“

Über Leben

0 | Scham schläft, Krieg nicht

Scham lässt uns Menschen schrumpfen. Ganz klein werden wir, wollen uns im Nichts auflösen, können es nicht, verhalten uns ganz ruhig, verstecken uns vor uns selbst. Damit wir unsere hässliche Fratze nicht sehen müssen, schließen wir die Augen und … schlafen ein. Der Tod, der während des Kriegs seine Hochzeit mit verstümmelten Leichen immer wieder aufs Neue feiert, braucht keinen Schlaf. Er braucht den Blutrausch, der sich gleichermaßen der Schamlosigkeit und der Scham bedient. Wenn wir schlafen, hat der Tod ein leichteres Spiel.

Seit 2011 habe ich viel geschlafen.

Strategien, der Scham zu entfliehen, gibt es zahlreiche. Es ist unnütz, sie in Stellung zu bringen, denn ich bin mir des Versagens bewusst. Ein Impuls will mir diktieren: „Es ist nicht allein dein Versagen, die Politik …“ Strategien des Schutzes der eigenen Person sind mächtige Instrumente.

In Syrien haben mächtige Personen Instrumente genutzt, die Menschen vollkommen schutzlos zu machen: Scharfschützen, Fassbomben, Raketen, Giftgas, Hunger, Folter.

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Hadaa Sendoo: „Sich zuhause fühlen“

Doch stiller // das Land

Der 1961 in der Inneren Mongolei (China) geborene Dichter Hadaa Sendoo entwickelt seine Themen, wie er im Interview mit Maya Gogoladse sagt, aus den Widersprüchen zwischen traditioneller nomadischer Lebensweise und städtischer Zivilisation, die er mit Inhumanität und Verzweiflung assoziiert. Sendoo wurde in Hohhot, der Hauptstadt der Inneren Mongolei geboren und wuchs dort auf, heute eine Stadt von über 2,5 Millionen Einwohnern, überschritt sie bereits in den Sechzigern die Millionengrenze.

In der Gedichtauswahl Sich zuhause fühlen mit Übersetzungen ins Deutsche von Astrid Nischkauer und Andreas Weiland aus vom Autor angefertigten englischen Übersetzungen der mongolischen Originale, bleibt Sendoo den Nachweis der Zerstörung menschlichen Seins durch den Moloch Stadt weitgehend schuldig.

Die weißen Wände sind
Nicht die dunklen Jahre, oder kalte Wände,
Verputzt mit Kalkzement
Und darüber
Zerbrochenes Glas, zusammengehalten von Stacheldraht

Die weißen Wände sind Wollfilz der mongolischen Steppe
[aus: Weiße Wände]

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Michael Hillen: „Antonia und andere Frauengeschichten“

Diskrete Poesie

Der 1953 in Bonn geborene Lyriker Michael Hillen schreibt in seinem neuesten Band Antonia und andere Frauengeschichten Geschichten über von der Gesellschaft unterschiedlich wahrgenommene Frauen. Da steht die titelgebende Antonia, an der das Schulgeld gespart wurde und die sechzig Jahre an der Seite ihres Ehemanns stand, bevor sie als Witwe ihrem Leben einen neuen Sinn geben muss, beispielsweise neben Mona Lisa, Rosa LuxemburgHilde Domin oder Alfonsina Storni, einer argentinischen Dichterin, die 1892 in der Schweiz geboren wurde. Ob bekannt, berühmt oder in der Anonymität der Masse lebend, Rezensentin Elke Engelhardt weist darauf hin:

„Diese zutiefst aufrichtige Gleichbehandlung von allem, was er [Michael Hillen] sieht und beschreibt, ist ungeheuer wohltuend […]“

Hillens Sprachfluss ist nicht ausufernd, es entstehen keine Prosagedichte. Im Gegenteil, die Geschichten der Frauen sind zumeist kurze Gedichte, die sich trotzdem mitteilen.

Sie tun dies mit einem Höchstmaß an Diskretion, im doppelten Sinne des Wortes: Verschwiegenheit und Rücksichtnahme.

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Jean Portante: „In Wirklichkeit | En réalité“

Der Wille, die Wörter

Das umfangreiche lyrische Werk des luxemburgischen Schriftstellers Jean Portante, 1950 in Differdange geboren, ist auf dem deutschen Markt noch weitgehend unbekannt. 2005 erschien mit Die Arbeit des Schattens (französisch: Point, Editions PHI 1999) die erste Übersetzung seiner Gedichte (Übersetzerin: Odile Kennel) in der luxemburgischen Editions PHI. Nun folgt die Veröffentlichung eines weiteren Gedichtbands, En realité aus dem Jahr 2008, als zweisprachige Ausgabe In Wirklichkeit – En realité im Verlag Hans Schiler. Michael Speier und Brigida Bezzenberger haben als Übersetzerduo aus dem Französischen übersetzt.

Rezension auf Fixpoetry.

Aka Morchiladze: „Der Filmvorführer“

Schatten: riesig, endlos

Einen Vorführraum habe ich nie von innen gesehen. Als Kind habe ich manchmal die Lichtstrahlen, die die Kinoleinwand ausfüllten, zurückverfolgt bis zu jenem magischen Auge, aus dem die Lichtbündel und mit ihnen die Geschichten kamen. Habe ich da bereits das Kino als Ort filmischen Erzählens verstanden? Ich glaube nicht. Machte ich mir Gedanken über die einsame Arbeit des Filmvorführers? Kaum. Schnell ging mein Blick wieder zur Leinwand und überwand mit einer 180 Grad-Drehung die Schwärze des ehrwürdigen Saals, der noch mit Klappstühlen aus rotem Plüsch (oder war es grüner Cord?) bestückt war.

Aka Morchiladze, 1966 in Tbilissi, Georgien, geboren, wird bei der Eröffnungszeremonie zur Frankfurter Buchmesse 2018 am 9. Oktober gemeinsam mit Nino Haratischwili Hauptredner des diesjährigen Ehrengastes sein: Georgia – Made by Characters.

Morchiladzes aus dem Jahr 2009 stammender Roman მამლუქი wurde nun in der Übersetzung von Iunona Guruli mit Unterstützung des Georgian National Book Center und des Ministry of Culture and Sport of Georgia im Bonner Weidle Verlag im Vorfeld der Messe herausgegeben.

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Literaturzeitschrift alba11: Schwerpunkt weibliches Schreiben

Gespräch mit den alba-Redaktionsmitgliedern Laura Haber und Christiane Quandt auf Faustkultur.

Gib acht, Agda!
Die elfte Ausgabe des Magazins alba.lateinamerika lesen

Mit dem Leitmotiv Aquí estamos. Wir sind da. präsentiert sich die aktuelle Ausgabe der in Berlin herausgegebenen zwei- und stellenweise auch mehrsprachigen Literaturzeitschrift. Ein Blick auf die Namen der Redaktionsmitglieder und der an Übersetzungen und an Illustrationen Beteiligten weist deutlich mehr Frauen als Männer aus, weshalb alba sich folgerichtig, nach mehreren Ausgaben mit verschiedenen Länderschwerpunkten, darunter Chile und Mexiko, nun dem weiblichen Schreiben widmet. Ich widerstehe der Versuchung, Anführungsstriche zu setzen, eine Kategorie zu markieren, eine Schublade.

In ihrem Beitrag Sie sind da blickt Redaktionsmitglied María Ignacia Schulz zurück auf die Anfänge des Magazins.

Vielfalt als Stärke, Heterogenität als höchster Anreiz. Diese Ziele setzte sich die Redaktion im Editorial der ersten Ausgabe von alba.lateinamerika lesen im März 2012. In den sechs Jahren und elf Ausgaben seither war es nicht immer einfach, dem auch gerecht zu werden. Stets war mit diesem Interesse auch das Bemühen verbunden, die literarische Arbeit zeitgenössischer Schriftstellerinnen Lateinamerikas hervorzuheben. Ist dies heutzutage noch notwendig?

Die Frage wird von Christiane Quandt per Interview an die mexikanische Lyrikerin und Performerin Rocío Cerón weitergegeben. Sie antwortet:

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Enrique Winter: „Oben das Meer unten der Himmel“

Sandpapier und Leim, ein Tropfen Wasser

Enrique Winter, chilenischer Dichter mir deutschen und polnischen Wurzeln (* 1982 in Santiago de Chile) reist viel. In Juni 2018 war er zum wiederhoten Mal in Deutschland, nach Einladungen zur Latinale 2012 in Berlin oder als Gast der Sylt Foundation von Indra Wussow 2017, dieses Mal in Köln zur Vorstellung der deutschen Übersetzung seiner Gedichte, die nun endlich erschienen ist. Der Band, der eine Auswahl aus seinen Bänden Atar las naves (2003), Rascacielos (2008) und Guía de despacho (2010) vorstellt, war bereits 2015 bei einem anderen Verlag angekündigt, hat nun aber seinen Platz in der parasitenpresse von Adrian Kasnitz gefunden.

In ihrem Nachwort schreiben Sarah Otter, Johanna Schwering und Léonce W. Lupette, die die Übersetzungen gemeinsam erarbeitet haben, von Winters Performance bei der Latinale, die zur Initialzündung für diese Übersetzungsarbeit wurde. Annähernd sechs Jahre dauerte es, bis das Buch realisiert werden konnte. Welchen Preis müsste dieses Buch haben, um die Ausdauer des Übersetzertrios gerecht zu werden und dem Verleger einen Gewinn in Aussicht zu stellen?

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