Debbie Lim: „Recalling the Bats“

Debbie Lim: Beastly Eye

Flughunde oder auch Flugfüchse, die großen Verwandten unserer in der nördlichen Hemisphäre beheimateten Fledermäuse, erfreuen sich bei den Menschen keiner großen Beliebtheit. Sie sind Vegetarier und ernähren sich von Blüten und Früchten. Viele sehen in ihnen nur Plünderer, die über Obstbäume herfallen. Die australische Lyrikerin Debbie Lim lässt in ihrem Gedicht „Recalling the Bats“ diese Tiere in einem anderen Licht erscheinen und führt uns zum Ursprung des Lebens auf unserem Planeten. Nachzulesen in faustkultur.

Luisa Famos: „eu sun la randolina d’ünsacura“

Eine kleine Reihe über Bücher, die ich in Buchhandlungen außerhalb Deutschlands gekauft habe.

Luisa Famos: Ich bin die Schwalbe von einst

Die rätoromanisch-deutsche Ausgabe der Lyrik von Luisa Famos „eu sun la randolina d’ünsacura – ich bin die schwalbe von einst“ habe ich in der Buchhandlung Chantunet da cudeschs C. Fliri ed A. Hüberli in Scuol erstanden. Die Gedichte aus dem Nachlass sind von Mevina Puorger herausgegeben.

Luisa Famos, geboren 1930 in Ramosch im Unterengadin, starb 1974 im Alter von 43 Jahren in ihrer Schweizer Heimat.

Horst Samson: „Das Imaginäre und unsere Anwesenheit darin“

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Wir lesen zu wenig Lyrik, wir alle, uns Lyrikerinnen und Lyriker eingeschlossen. Das ist nicht neu und wird gerne als Grund dafür genannt, dass Lyrik nicht mehr öffentlich diskutiert wird. Die Katze, die sich in den Schwanz beißt: Keine Besprechungen im Feuilleton, kein Publikumszuspruch, keine Besprechungen im Feuilleton, etc.

Dabei sollte über die Leselust gesprochen werden, die es bereiten kann, den Tag ausklingen zu lassen mit den Gedichten einer fremden Person, die einem im Laufe des Abends nähertritt, sich durch ihre Worte vorstellt und dann später, vielleicht erst gegen Mitternacht, vertraut sein wird. Ich spreche also nicht davon, mal ein, zwei Gedichte anzuschauen, sondern einen Gedichtband konzentiert zu lesen.

Diese Woche habe ich Horst Samsons 2014 im Pop Verlag erschienenen Band „Das Imaginäre und unsere Anwesenheit darin“ gelesen und bin mit dem Autor auf eine Zeitreise gegangen von der Verbannung seiner Eltern in die Baragan-Steppe, seiner Geburt 1954, vom stalinistischen Rumänien, dem Exil bis in die Gegenwart.

Meine Jahre, verlorene
Gedichte, Wörter holen mich

(aus: „Bei den Sonnenblumen“)

Manchmal reichen zwei Verse, um die Welt und die Bestimmung des lyrischen Ich darin zu fixieren. Das ist die wunderbare Kraft der Lyrik, die uns Samson zur Verfügung stellt. Machen wir etwas daraus, trotz alledem!